Schmerzen verstehen & aktiv beeinflussen – Unser erster Gruppenkurs im Emmental

Inhalt

Manchmal entstehen die schönsten Projekte nicht aus einem Businessplan – sondern aus einer Idee im richtigen Moment. So war es bei unserem ersten Gruppenkurs «Schmerzen verstehen & aktiv beeinflussen».

Tessa und ich (Sandra) haben uns ursprünglich über painbreaker kennengelernt. Uns verbindet nicht nur die Physiotherapie, sondern auch die Überzeugung, dass Menschen mit chronischen Schmerzen oft viel mehr brauchen als einzelne Termine und einzelne Übungen.

Irgendwann meinte Tessa zu mir:
«Warum machen wir das nicht einmal vor Ort? Einen Kurs, in dem Menschen Schmerzen wirklich verstehen lernen und gemeinsam Strategien entwickeln können?»

Gesagt – getan.

Wir begannen direkt zu planen, Inhalte zu strukturieren, Themen auszuwählen und zu überlegen, wie wir Wissen so vermitteln können, dass es nicht nur verstanden, sondern auch erlebt werden kann.

Im Januar 2026 haben wir den Kurs ausgeschrieben. Und ehrlich gesagt: Wir wussten nicht, ob sich überhaupt jemand anmelden würde. Zu unserer Überraschung füllten sich die Plätze schnell. Bereits kurze Zeit später hatten wir 10 Anmeldungen.

Kursflyer Gruppenkurs Schmerzen verstehen. Der Flyer zewigt einen Mann mit Rückenschmerzen und ein Hirn, welches Impulse bekommt. Darunter der Kurstitel: Schmerzen verstehen und aktiv beeinflussen.

Eine bunte Gruppe entstand – Frauen und Männer zwischen 35 und 75 Jahren, mit ganz unterschiedlichen Schmerzgeschichten, unterschiedlichen Lebensrealitäten und unterschiedlichen Erwartungen. Und trotzdem gab es etwas, das alle verbunden hat: den Wunsch, die eigenen Schmerzen besser zu verstehen und wieder mehr Einfluss auf den Alltag zu gewinnen.

Mehr als nur Wissen – Schmerzen verstehen, erleben und ausprobieren

Kurssituation
  • Von Anfang an war uns klar: Wir möchten keinen klassischen Vortragskurs anbieten. Natürlich gab es Theorie. Wir haben darüber gesprochen,
  • was Schmerz überhaupt ist,
  • weshalb Schmerz nicht immer automatisch Gewebeschaden bedeutet,
  • wie Gedanken, Gefühle, Stress, Schlaf und Bewegung Schmerzen beeinflussen können,
  • weshalb das Nervensystem lernfähig ist,
  • und warum Veränderung oft nicht über «mehr Disziplin», sondern über neue Erfahrungen entsteht.

Aber mindestens genauso wichtig war uns die Praxis. Deshalb haben wir in jeder Lektion erlebt, ausprobiert und reflektiert.

Wir haben gemeinsam:

  • verschiedene Atemübungen ausprobiert
  • meditiert
  • Progressive Muskelrelaxation (PMR) kennengelernt
  • Körperwahrnehmungsübungen gemacht
  • mobilisiert und bewegt, manchmal auch getanzt
  • bewusst Bewegung beobachtet und verändert
  • Strategien direkt auf den eigenen Alltag übertragen
brainstorming
diskussion
workbooks

Immer mit der Frage: Was tut mir gut – und warum?

Eine Teilnehmerin schrieb später im Feedback: «Die Mischung aus Theorie und Praxis hat mir besonders gut gefallen.» Eine andere Person beschrieb als Highlight: «Der Zusammenhang von Gefühlen, Gedanken und Schmerzen wurde verständlicher.»

Und genau das war unser Ziel: Nicht nur Informationen mitgeben – sondern neue Erfahrungen ermöglichen.

Was uns besonders berührt hat: Die Gruppe selbst

Kurssituation 2

Was wir im Voraus nicht planen konnten – und was im Kurs unglaublich wertvoll wurde – war die Dynamik in der Gruppe. Viele Teilnehmende beschrieben den Austausch mit anderen als einen der wichtigsten Bestandteile. Mehrfach wurde erwähnt, dass es gut getan hat zu merken:
«Ich bin nicht allein.»

Jemand schrieb: «Man lernt mit Schmerzen umzugehen und erntet dadurch wieder mehr Lebensqualität.»

Diese Offenheit entstand nicht von selbst – sie entstand, weil Menschen bereit waren, Erfahrungen zu teilen, Fragen zu stellen und auch Unsicherheiten zu zeigen. Und genau darin liegt für uns die Stärke eines Gruppensettings.

Was die Teilnehmenden aus dem Kurs mitgenommen haben

Besonders schön fanden wir, dass sich die Rückmeldungen nicht nur auf den Kurs selbst bezogen, sondern auf Veränderungen im Alltag.

Mehrere Teilnehmende beschrieben, dass sie sich sicherer im Umgang mit ihren Schmerzen fühlen.

  • Dass sie Zusammenhänge besser verstehen.
  • Dass sie wieder aktiver geworden sind.
  • Dass sie gelernt haben, Signale ihres Körpers anders einzuordnen.

Eine Rückmeldung hat uns besonders bewegt:

«Es geht mir nicht erst seit Beginn des Kurses deutlich besser – es geht mir so gut wie lange nicht mehr. Die temporären Restbeschwerden kommen auch an schwierigen Tagen. Sie spornen mich aber an, am Ball zu bleiben, aktiv zu bleiben und vor allem positiv zu bleiben und all das Schöne, was uns täglich begegnet, wahrzunehmen.»

Und genau deshalb war es uns wichtig, einen Raum zu schaffen, in dem Wissen verständlich, alltagsnah und ohne Druck vermittelt wird.

Ehrliches Feedback – und was wir daraus lernen

Weil es unser erster Durchgang war, wollten wir ganz bewusst auch hören, was wir verbessern können.

Und die Rückmeldungen waren wertvoll.

Einige hätten sich etwas mehr Zeit zwischen einzelnen Lektionen gewünscht, um neue Strategien noch länger ausprobieren zu können. Andere wünschten sich an einzelnen Stellen weniger Fachsprache. Dieses Feedback nehmen wir mit.

Denn unser Ziel ist nicht ein perfekter Kurs, sondern ein Kurs, der sich weiterentwickelt.

Danke

Team

Zum Schluss bleibt vor allem eines: Dankbarkeit.

Dankbarkeit gegenüber allen Menschen, die sich auf diesen ersten Kurs eingelassen haben.

Für euer Vertrauen – Für eure Offenheit – Für eure Fragen – Für eure Geschichten.

Eine Rückmeldung möchten wir deshalb als Abschluss stehen lassen:

«Danke für diesen super Kurs. Eure Leidenschaft und euer Wissen sind beeindruckend.»

Und wir dürfen sagen:
Das war der erste Durchgang – aber ganz bestimmt nicht der letzte.

→ Du interessierst dich für einen nächsten Kursdurchgang oder möchtest informiert werden, wenn neue Daten verfügbar sind?

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Portrait von Sandra Zimmermann, Physiotherapeutin, Schmerzspezialistin und Gründerin von painbreaker, in einem roten Blazer vor einer Holzwand.

Sandra Zimmermann

Sandra Zimmermann ist Physiotherapeutin BSc (Berner Fachhochschule, 2018) und SPS Schmerzspezialistin® (Swiss Pain Society) mit Spezialisierung auf chronische Schmerzen. Ihre fachliche Vertiefung umfasst das CAS Schmerz der ZHAW, die manuelle Therapie nach Maitland (Level 1–2b) sowie die SPS Schmerztherapie nach Schmerzmechanismus.Seit 2018 arbeitete sie in verschiedenen Praxen und am Spital Emmental, heute ist Sie selbständig in den Räumlichkeiten der Physiotherapie Christian Keller AG in Burgdorf.2023 gründete sie painbreaker – weil in 30 bis 45 Minuten Therapie pro Woche zu wenig Zeit bleibt, um Betroffene umfassend aufzuklären und im Alltag zu begleiten. Mitglied bei physioswiss, Swiss Pain Society (SPS) und SIG Schmerzphysiotherapie.

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